Werden wir an der Zapfsäule abgezockt?

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Schon vor ein paar Jahren habe ich eine Grafik erstellt durch welche ich feststellen wollte, ob wir Autofahrer an der Zapfsäule "abgezockt" werden. Nun habe ich mich dazu entschlossen ein kleines Update zu erstellen und zu sehen ob sich etwas am bisherigen Verhalten der Tankstellenbetreiber verändert hat.

Wie ich überhaupt auf dieses Thema komme, wo ich mich doch mit Börse beschäftige? Da ich selbstverständlich auch die Öl-Kurse an der Börse verfolge fiel mir auf, dass nach größeren Korrekturen beim Ölpreis Super, Diesel und Co. an der Zapfsäule nur minimal oder gar nicht fielen. Hingegen, wenn der Ölpreis ein neues Hoch erreichte, wurde dieser Anstieg sofort beim Spritpreis nachvollzogen.

Wie hat sich dieses Verhalten nun in der Realität gezeigt und ist meine eben geschilderte Erfahrung nur Zufall, ein subjektiv empfundenes Gefühl meinerseits? Das Resultat kann man an folgender Grafik ablesen!














Betrachtet wurde der börsengehandelte Öl-Preis (WTI - orange) und das Benzin Super (E5 - grau), von Anfang 2013 bis heute. Ausgangspunkt ist der Wert Null, von welchem aus die Preisveränderungen berechnet wurden. Selbstverständlich erfolgte eine Umrechnung des Dollar-Öl-Kurses in Euro, so dass ein Vergleich mit hiesigen Spritpreisen möglich wird.

Mein eingangs formulierter Verdacht bestätigt sich somit. Während Öl, im genannten Zeitraum, um zwischenzeitlich 65% gefallen ist, erreichte Super lediglich 40%. Somit eine Diskrepanz von 25%! Mehrgewinn für die Tankstellenbetreiber? Vermutlich nur zum Teil, denn Fixkosten wie Transport usw. bleiben ja bestehen. Dennoch werden die Autofahrer wohl ein bisschen "verschaukelt", und wenn man so möchte, "abgezockt". Das Problem ist aber nicht das aktuelle Preisniveau an der Tankstelle, sondern wo werden sich die Preise einfinden sollte Öl das Hoch aus 2007 erneut erreichen? Öl notiert aktuell rund zwei Drittel unter diesem Hoch! Da die Korrektur von Öl nicht 1 zu 1 an den Spritpreis weitergegeben wurde kann es bei etwaigen Öl-Preis-Anstiegen zu einem bitteren Erwachen für Autofahrer kommen.

Ach stimmt ja, in 5 Jahren haben ja ohnehin alle Bürger ein Elektroauto, das kostet dann garn nichts mehr, weder in der Anschaffung noch im Unterhalt. Schöne neue Welt, welche uns die Politik vorschreibt!

CoT hilfreich?

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Ich habe vor einiger Zeit ein Musterdepot begonnen, welches aktuell rund 1 Prozent im Plus liegt. Es ist etwas ruhig um dieses Depot geworden, das hat den einfachen Grund, dass die Internetseite mit dessen Hilfe ich die Signale erstellt habe umstrukturiert wurde. Leider gibt es die nötigen Daten in der bisherigen Form nicht mehr, so dass ich beschlossen haben die Rohdaten selbst in einer Übersicht zu verarbeiten. Dies nimmt mir für die Zukunft einiges an Arbeit ab. Das Resultat sieht man hier: 












Vermutlich wird diese Übersicht noch nicht die finale Form sein, sondern im Laufe der Zeit erweitert. Für den Anfang genügt uns diese Ansicht aber. Letztlich wollen wir nur einen Marktüberblick erhalten, so dass wir aktuell interessante von uninteressanten Märkten filtern können. Interessant sind dabei alle Märkte die eine rote oder grüne Markierung aufweisen. Rot steht dabei für einen Shortmarkt (fallender Markt), grün für einen Longmarkt (steigender Markt). "Sicherer" wird dieses Signal, wenn wir hierzu noch den Trend und die Saisonalität betrachten. Beim bisherigen Musterdepot habe ich genau diese Systematik verwendet.

In Zukunft soll wöchentlich oben stehende Übersicht auf Twitter für alle eigenständigen Händler veröffentlicht werden: https://twitter.com/bayerngold

Neue Musterdepotsignale folgen demnächst ebenfalls wieder.


CoT - kurz erklärt
Jeden Freitag um 21:30 wird von der US-Aufsichtsbehörde CFTC der Commitment of Traders (CoT-Daten)-Report veröffentlicht, welcher die Positionierung der Trader - eingeteilt in drei Gruppen - darstellt. Mit Hilfe dieser Daten kann man das Marktverhalten der professionellen Händler verfolgen und somit für den eigenen Handel eine kostenlose Entscheidungshilfe erhalten - wir folgen dem sogenannten "SmartMoney" und erhoffen uns so einen Handelsvorteil.

Nicht nur FED und EZB "drucken" Geld!

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Sehr interessanter Artikel in der "Welt". Vor allem die Schweiz sollte aufpassen ihren "Sonderstatus" nicht zu verlieren: https://www.welt.de/finanzen/article163452501/Die-brisante-Billionen-Bilanz-der-EZB.html